Elfenbein


Elfenbein
Elfenbein Sn std. (10. Jh.), mhd. helfenbein, ahd. helfantbein, helphan(t)bein Hybridbildung. Ahd. helfan(t), helpfant bedeutet wie gr. eléphās m. sowohl "Elefant" wie auch "Elfenbein". Die Komposition mit Bein ist also, wie ae. elpenbān, lediglich eine Verdeutlichung. Die Form ohne h- seit Luther. Die Formel im elfenbeinernen Turm (u.ä.) für das Wirken ohne Zusammenhang mit der umgebenden Gesellschaft stammt letztlich aus dem Hohen Lied (7,4, dort im Vergleich mit dem Hals der Geliebten) und ist im 20. Jh. mit dem Bild des Turms als Ort des Rückzugs in Zusammenhang gebracht worden.
   Ebenso nndl. elpenbeen, nschw. elfenben, nnorw. elfenben, nisl. fílabein; Elefant.
Bergmann, R. ZDA 92 (1963), 292-320 (elfenbeinerner Turm);
LM 3 (1986), 1812-1820;
RGA 7 (1989), 141-144;
Röhrich 1 (1991), 380. deutsch s. Elefant, s. Bein

Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache. 2013.

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  • Elfenbein — in Transportkiste Elfenbein verarbeitet …   Deutsch Wikipedia

  • Elfenbein [1] — Elfenbein (animalisches), bestimmte Zähne von sechs lebenden und einem ausgestorbenen Tiere, und zwar: 1. die Stoßzähne des afrikanischen und 2. die des asiatischen Elefanten, 3. die stark gekrümmten Stoßzähne des (ausgestorbenen) Mammuts… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Elfenbein — Elfenbein. Die langen Stoßzähne des Elephanten liefern dieß köstliche und geschätzte Material zu den feinsten Arbeiten. Es ist eine äußerst feste und harte Knochensubstanz, von blendender Weiße und außerordentlicher Zartheit. Schon im frühesten… …   Damen Conversations Lexikon

  • Elfenbein [2] — Elfenbein (vegetabilisches) wird das steinharte Nährgewebe der Samen mehrerer Phytelephasarten (Phytelephas macrocarpa, Ph. microcarpa R. et Pav.) genannt [1], [6]. Die Samen kommen als Steinnüsse, Tagua , Elfenbein , Corozza oder Corusconüsse… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Elfenbein — Elfenbein, die langen Zähne des Elephanten, der härteste thierische Körper, von Tischlern, Malern, Kammmachern u. v. A. zu Elfenbeinblättern für Maler, Messerheften, Billardbällen, Kämmen u. dgl. gebraucht. Asien u. Afrika liefern es; die besten… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Elfenbein — (lat. Ebur) ist die Substanz der Stoßzähne der Elefanten. Diese in die Zwischenkieferknochen eingepflanzten und daher den Schneidezähnen der übrigen Säugetiere entsprechenden Zähne sind wurzellos und haben an ihrem in der Alveole steckenden… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Elfenbein — Elfenbein, die Substanz der Stoßzähne des männlichen Elefanten, auch der Zähne vom Walroß und Nilpferd, etwas durchscheinend, elastisch; fossiles oder gegrabenes E., Zähne des fossilen Mammut und Mastodon in Sibirien; gebrauntes E., s.… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Elfenbein — Elfenbein, die Stoßzähne des Elephanten, blendend weiß, aber an der Luft gelb werdend, dient bekanntlich zu Schnitzwerken, Kämmen etc. und gibt verkohlt eine schöne schwarze Farbe. Die Alten schätzten und verarbeiteten das E. häufiger und schöner …   Herders Conversations-Lexikon

  • Elfenbein — ↑Ebur …   Das große Fremdwörterbuch

  • Elfenbein — mit Tinte waschen (bleichen). – Körte, 1090. Einen Gegenstand, der von Natur schön ist, entstellen, anstatt zu verschönern; etwa wenn jemand die Wahrheit durch rednerische Gleissnerei zu verherrlichen glaubt. Holl.: Hij weet elpenbeen met inkt… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon


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